Psychosoziale Krebsnachsorge |
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“Es ist Krebs” – diese Diagnose trifft die Betroffenen meistens wie ein Donnerschlag. Nichts ist mehr, wie es war. Eine ganze Bandbreite von Gefühlen wie Angst, Wut, Trauer, Verzweiflung, Verdrängung und Hoffnung macht sich breit und fährt mit den Erkrankten Achterbahn. Sind OP und Chemotherapie erst überstanden, ist noch lange nicht alles „erledigt“. Denn Krebs verheilt nicht so einfach wie eine Wunde, die vernarbt. Die Angst und Sorgen bleiben. Die Mediziner tun ihr Bestes – handwerklich. Doch die Psyche bleibt oftmals auf der Strecke. Auch die Angehörigen sind stark belastet. Sie durchleben genauso viele Höhen und Tiefen, genauso viel Verzweiflung, Trauer, Hoffnung. Sie sind besonders hin und hergerissen – möchten sie doch einerseits dem geliebten erkrankten Menschen helfen und ihn unterstützen, andererseits aber auch gern wieder ein „normales“ Leben führen. Die Diagnose Krebs erfordert kompetente ärztliche Hilfe. Ist die Akuttherapie beendet, stehen viele Betroffene vor der Frage: „Was nun?“ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) möchte Menschen in dieser schwierigen Situation helfen und bietet im Kreis Stormarn in Großhansdorf, Trittau, Bad Oldesloe und Reinfeld seit vielen Jahren einen Gesprächskreis „Psychosoziale Krebsnachsorge“ an. |
Bei
ihnen sind Krebserkrankte und deren Angehörige in besten Händen(von
links): Monique Pramme, Ingrid Hartmann, Evelin Trost, Doris Kaeding,
Barbara Teetzmann und Barbara Kiwus kümmern sich im Auftrag des DRK um
alle Sorgen und Nöte. (Nicht auf dem Foto: Gabriele Leichsenring,
Renate Löhr und Martina Vollrath). |
Die Leiterinnen dieses Angebotes, die selbstverständlich der Schweigepflicht unterliegen, wissen genau, wovon sie reden. Die meisten von ihnen waren selbst einmal an Krebs erkrankt und können sich gut in die Probleme einfühlen. Darüber hinaus legt das DRK aber auch Wert auf fachliche Qualifikation: alle haben eine Grundausbildung absolviert und nehmen regelmäßig an Fortbildungen teil. Fast alle Damen leiten ihre Gruppen bereits seit vielen Jahren. Sie unterstützen sowohl Erkrankte als auch Angehörige, mit dieser Herausforderung fertig zu werden.
Dabei geht es oft erst einmal um die nächsten Schritte: wo und wie stelle ich einen Kurantrag? Wo bekomme ich Hilfsmittel her? Wie beantrage ich einen Schwerbehindertenausweis? Wie funktioniert beispielsweise ein Brustaufbau? In den Gruppen gibt es ganz praktischen Rat und natürlich auch psychologische Unterstützung.
Einige der DRK-Gruppenleiterinnen sind auch zur Telefonberatung bereit. Sie selbst haben alle Höhen und Tiefen einer Krebserkrankung kennen lernen müssen und helfen jetzt anderen, damit fertig zu werden. Sie zeigen den Betroffenen auch, dass man die Krankheit bewältigen kann und wie sehr es sich lohnt, zu kämpfen und niemals aufzugeben. Aber wie verkraften sie diese Belastung, ständig mit dem Leid anderer konfrontiert zu werden? Monique Pramme, Leiterin des Gesprächskreises in Bad Oldesloe: „Wir haben gelernt, angemessen damit umzugehen.“
Jeder Interessierte ist in den Gruppen, in denen auch Freundschaften entstehen, herzlich willkommen. Bei diesem Angebot des DRK kann jeder sicher sein, dass ihm wirklich zugehört wird und seine Nöte ernst genommen werden.
Aktuell: Der DRK Ortsverein Bad Oldesloe gründet jetzt Anfang 2012 als erster OV eine neue Selbsthilfegruppe für LIP / und Lymphödeme. Kontaktmöglichkeiten finden Sie auf unserer Seite der Ortsvereine.
| DRK Kreisverband Stormarn e.V. | ||
| Grabauer Strasse 17 | 23843 Bad Oldesloe | |
04531 / 1781-0 |
04531 / 1781-22 |
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info@drk-stormarn.de
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